Polder Mönkebude im Frühjahr 2021

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Wärmebilddrohne im Einsatz für den Wiesenvogelschutz

Präzise Brutkartierung erstmals mit Thermaldrohne durchgeführt

Im April 2025 kam im LIFE Limicodra-Projekt erstmals eine Wärmebilddrohne zur Kartierung von Wiesenbrütern wie Kiebitz, Rotschenkel und Uferschnepfe zum Einsatz. Das Ergebnis: 69 belegte Nester auf nur 50 Hektar – ein Erfolg für den Naturschutz.

Technik für den Artenschutz: Wärmebildflüge bei Sonnenaufgang

Das LIFE Limicodra-Projekt geht in der achten Brutsaison neue Wege im Monitoring: Erstmals wurde ein Brutgebiet bei Mönkebude im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit Hilfe einer professionellen Wärmebilddrohne erfasst. Die Frühflüge fanden im April 2025 in Kooperation mit der Firma thermal DRONES statt.

Co-Founder und Landschaftsökologe Tobias Dahms startete die Drohne bei noch kühlen Bodentemperaturen gegen 4:00 Uhr morgens, um Wärmepunkte zu identifizieren. Sobald das Tageslicht einsetzte, begann die gezielte Ansteuerung der auffälligen Bereiche.

Ein vielversprechender Anfang

Mit geschultem Blick wurden 55 Kiebitz-, 9 Uferschnepfen- und 5 Rotschenkelnester erfasst. Einige Nester konnten nicht eindeutig zugeordnet werden. Für eine Fläche von rund 50 Hektar in einem Poldergebiet ist das ein sehr gutes Ergebnis und ein deutliches Zeichen dafür, dass die umfangreichen Maßnahmen der vergangenen Jahre Wirkung zeigen.

Seit Beginn des Projekts wurden Gräben beräumt, Staue gebaut, Zäune errichtet und wieder abgebaut, Bewirtschaftungsweisen angepasst und Prädatoren reguliert – alles mit dem Ziel, Brut und Aufzucht der empfindlichen Wiesenvögel zu sichern.

Blick in die Zukunft

Aufgrund der erfolgreichen Testphase sind weitere Einsätze der Drohne vom Typ Matrice 4T geplant – möglicherweise auch zur Suche der flüggen Jungvögel in späteren Entwicklungsstadien. Damit könnte künftig nicht nur die Zahl der Gelege, sondern auch der Bruterfolg noch genauer dokumentiert werden.

Die Rückkehrerstrategie der Wiesenvögel – zurück zum Ort ihrer Geburt – lässt hoffen: Wenn der Lebensraum intakt bleibt, werden sich langfristig wieder stabile Populationen etablieren. Der Anfang ist gemacht.

Bildergalerie (nachfolgend)

Vielen Dank an Tobias Dahms für die Bereitstellung der Drohnenbilder, darunter sowohl Wärmebilder als auch normale optische Bilder.

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